Extrême

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© Ismaïl Bahri

Bilderflut, Omnipräsenz der Technologie, Exzesse einer globalisierten Gesellschaft, fotografische Herausforderungen: Diese Themen und viele andere mehr werden von den Fotografinnen und Fotografen der 21. Ausgabe der Bieler Fototage thematisiert, die sich dem Begriff des Extrems widmet.
Die gezeigten Bilder geben einen Einblick in die Ungleichgewichte des Anthropozäns, die das Leben in seiner Gesamtheit beeinflussen: Diese Feststellung ist bedrückend, wird aber manchmal durch Humor unterlaufen. Eine Untersuchung zur Unsterblichkeit, die künstliche Intelligenz und ihre Heerscharen von Crowdworkern richten den Blick des Besuchers in die Zukunft, während gleichzeitig der Vergangenheit mittels künstlerischer Nutzung von Archiven neues Leben eingehaucht wird. Einige Fotografen unterziehen ihre Apparate und ihre Bilder irreversiblen Behandlungen und schaffen so einmalige Werke.
Das Projekt Image+ erforscht die neuen Plattformen der Post-Fotografie, vom Papier zum Bildschirm. Zu diesem Zweck werden Workshops und eine Ausstellung organisiert. Eine neues, mobiles und experimentelles Atelier bietet die Möglichkeit zu einer digitalen Kunstvermittlung.
Mit dem SNF-Wettbewerb für wissenschaftliche Bilder öffnet sich das Festival gegenüber einer speziellen Gattung von Bilderproduzenten: den Wissenschaftlern.
Die 28 Ausstellungen, von denen drei Viertel Welt- oder Schweiz-Premièren sind, können im Rahmen eines Spaziergangs durch Biel entdeckt werden, der dieses Jahr mit drei neuen Ausstellungsorten aufwartet.
Unsere Gesellschaft ist ohne Bilder, seien diese nun Wissenswerkzeug oder Spassobjekt, gar nicht mehr denkbar. Das Festival, Treffen der aufstrebenden Fotografie in der Schweiz, bildet diesen Umstand ab.