Soleil Noir, 2019

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© Thibault Brunet

Soleil Noir ist eine fotografische Recherche, die grösstenteils entlang der Luxemburger Grenze entstand und von historischen öffentlichen Aufträgen inspiriert wurde. Mit seinem Scanner ähnlichen Aufnahmegerät erfasst der Künstler den Raum und setzt ihn anschliessend in Form von Ansammlungen linear angeordneter Punkte neu zusammen – eine Technik, welche die gewohnten Darstellungscodes aufhebt: Die Landschaft wird nicht mehr durch den Horizont oder den Bildrahmen begrenzt, sondern erstreckt sich rund um den Apparat und wird, je weiter weg sie vom Apparat entfernt ist, immer verschwommener, bis an ihrer Stelle nur noch ein blinder Fleck zu sehen ist. Die so generierte Welt scheint aus dem Inneren eines schwarzen Lochs herauszuströmen. Während die Sonne in Wirklichkeit die sichtbaren Dinge erhellt, ist es hier das Instrument, das die Realität filtert und uns eine Welt zeigt, die verzerrt oder der Fantasie entsprungen erscheint und die sowohl an romantische deutsche Malerei als auch an Videospiele erinnert.

Ort: Le Grenier

Bio

Thibault Brunet (FR) was born in 1982. His work plays with photography’s coded genres and questions the relationship with virtuality in a society where the world is on its way to being fully digitalised. Since he graduated of the ENSBA Nîmes, he has exhibited at reGeneration2 (2011), Mois de la photo in Paris, Berlin and Vienna (2012), at Talents Foam (2013), to name but a few.

www.thibaultbrunet.fr