SAVE THE DATE: Die 23. Ausgabe des Festivals wird vom 10.5.19 bis zum 02.6.19 stattfinden.

 

Die Fototage werden übrigens verlängert...

Bald

Bourse des amis du musée Albert Kahn, Paris, Teilnahme von Sarah Girard als Expertin, November 2018

No’Photo, Genf, Teilnahme von Sarah Girard in der Foto-Expertengruppe des Departements für Kultur und Sport der Stadt Genf, laufend-Herbst 2019

Kuverum, Zürich, Interventionen von Sarah Girard als Gastexpertin im Rahmen des Lehrgangs Kulturvermittlung Kuverum (FHNW), 2018-2019

 

Happy im 2018

Die 22. Ausgabe der Bieler Fototage (von 4. bis 27. Mai 2018) hat den Begriff «Glück» hinterfragt. Die Erfüllung des Glücks steht in unseren Gesellschaften ganz weit oben auf der Liste. Gemessen wird es mittels «Bruttosozialglück» oder anhand der Anzahl Follower, welche die Generation Y zu mobilisieren vermag. Das Glück scheint mess- und kontrollierbar zu sein. Ob das Glück nun real, herbeifantasiert oder schlicht illusorisch sei, die ausgestellten Bilder legten Zeugnis ab von den verschiedenen Formen, welche die persönliche oder kollektive, manchmal paradoxe Jagd nach ihm und dessen Konstruktion annehmen kann.

Vielleicht ist das Glück deshalb zu einem so hohen Ziel, zu einem in unzähligen Ratgeber-Büchern zur Persönlichkeitsentwicklung oder an Optimierungsseminaren weit entwickelten Marketingprodukt geworden, weil es in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten als unveräusserliches Menschenrecht verankert wurde. Die emotionale Bindung, die Gemeinschaft und das Kollektiv sind Quellen des Glücks für das sozial veranlagte Tier, das der Mensch ist. Welches politische oder soziale System führt eine Bevölkerung am ehesten zum Glück? Und zu welchem Preis setzt sich dieses System durch? Wo ist Glück anzusiedeln: in den wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen, auf dem Mars oder im Jenseits? Sind am Ende unsere Avatars glücklicher als wir selbst?


©Daniel Mueller