Flood

Die 23. Ausgabe der Bieler Fototage thematisiert reale und virtuelle Überflutungen, die unsere heutige Gesellschaft kennzeichnet. In der digitalen Welt bezeichnet das englische Wort «flood» die Überflutung des Netzes und der Foren bis zu deren Unbrauchbarkeit. Tag für Tag teilen über 4 Milliarden Internetnutzer – bewusst oder unbewusst – eine Vielzahl von Informationen. Dieser Datenfluss, der uns überfordert und dessen Auswirkung auf unsere Gesellschaft nicht lenkbar ist, bietet auch Entwicklungschancen für das Individuum und für die Gemeinschaft.

Die diesjährige Ausgabe stellt Fotoarbeiten vor, welche die Übergriffe erforschen, die manchmal in der Privatsphäre versteckt bleiben sowie die politischen Exzesse hinterfragen, denen der Mensch heute ausgesetzt ist. Sie beschäftigen sich auch mit der Technikbesessenheit und der massiven Ausbeutung von lebenswichtigen Ressourcen in unserer heutigen Gesellschaft. Fotos sind ein Abbild unseres Umgangs mit diesen Phänomenen. Die fotografischen Bilder gehen heute in einem Fluss von Daten unter und werden zuweilen unlesbar oder unsichtbar, genauso wie das Individuum selbst. Das Bild soll in den Ausstellungen wieder zum Vorschein gebracht werden und die gesellschaftlichen Widersprüche, die es beinhaltet, beleuchten. Das Festival erlaubt der Fotografie, aus ihrem üblichen Rahmen auszubrechen und setzt die Gedanken der Besucherinnen und Besucher in Bewegung.

SAVE THE DATE: Vernissage 10. Mai, 18 Uhr, Photoforum Pasquart
Ausstellungen: 10.5.-2.6.2019


​still 4, aus dem Video LIQUID PANIC, © Augustin Rebetez, 2018