Cracks

Identitätskrisen, politische Instabilitäten, ökologischer Wandel, wirtschaftliche Restrukturierungen – die FotografInnen und die Projekte, die im Rahmen der 24. Ausgabe der Bieler Fototage vorgestellt werden, erschaffen Räume zum Nachdenken über gesellschaftliche Brüche und Herausforderungen. In einer Zeit, in der sich die politischen Systeme in einer Krise befinden, wo Debatten über das Zusammenleben entfachen, wo lautstarke Demonstrationen auf der ganzen Welt ertönen und soziale Netzwerke Gemeinschaftssinn erzeugen, uns aber auch physisch isolierien, bietet das Festival einen Einblick in das zeitgenössische Bild. In einer Umbruchstimmung wird die diesjährige Ausgabe der Bieler Fototage unser kollektives Unbewusstsein hinterfragen und, wer weiss, ein kollektives Bewusstsein wiederfinden. Ist es im Grunde genommen nicht so, dass Entscheidendes aus Brüchen oder Rissen heraus entsteht?

Der Rundgang durch die Stadt Biel umfasst über zwanzig Ausstellungen an unterschiedlichen Orten. Dank neuer Synergien kann sich das Festival an der Lancierung von zwei Sonderprojekten beteiligen, die im Rahmen der Ausstellungen vorgestellt werden: die Enquête photographique Berner Jura und der Taurus Prize for Visual Arts. Die Bieler Fototage werden zusätzlich von lebhaften Begegnungen, Performances, Radioprogrammen und Workshops begleitet.